7 Dinge die du beim Kauf von Laminierfolien beachten musst

 

Bei Laminierfolien gibt es eine große Auswahl und ebenso viele Dinge zu beachten. Bevor du dich in den Einkauf stürzt lege ich dir ein paar Punkte ans Herz um die passenden Folien zu finden.

Auf den folgenden Tipps basierend, habe ich dir unter den Laminierfolien schon mal ein paar Kaufempfehlungen und Testsieger zusammengestellt. Diese findest du hier.

1. Heiss- oder Kaltlaminierung

Heiß- und Kaltlaminierung

Professionelle Laminiergeräte lassen sich zwischen Heiß- und Kaltlaminieren komfortabel umschalten

Eine Frage die du dir definitiv vor dem Kauf von Laminierfolien stellen solltest. Heiss- oder Kaltlaminierung sind zwei unterschiedliche Verfahren um Dokumente zu schützen. Heisslaminierung bietet bombenfesten und langfristigen Schutz – Kaltlaminierung dagegen flexible und wieder lösbare Versiegelung. Egal für welche du dich entscheidest – für beide Verfahren gibt es unterschiedliche Laminierfolien die nicht miteinander kompatibel sind. Heiss-Laminiergeräte arbeiten mit Thermofolien, die unter hohen Temperaturen miteinander verschmelzen. Kaltlaminierung basiert dagegen auf Laminierfolien mit Klebebeschichtung, die wie doppelseitiges Klebeband am Dokument haften.

lightbulb_outlineWeiterführende Informationen: Generell ist eine Heisslaminierung für dauerhafte und sichere Versiegelung vorzuziehen – sofern die Dokumente hitzeunempfindlich sind. Wenn du mehr über die Unterschiede wissen und Empfehlungen für passende Laminiergeräte haben möchtest, empfehle ich dir meinen ausführlichen Artikel „Kalt- vs. Heißlamination“. Dort erfährst du mehr über die Vor- und Nachteile beider Methoden und welche für deine Vorhaben geeigneter ist.

2. Faltung bei Laminierfolien

Viele Laminierfolien sind mittig gefaltet. Das ist praktisch, denn so lassen sich die zu verschliessenden Dokumente gut reinstecken und ausrichten. Schliesslich möchtest du ja am Ende gleichmäßige Ränder und das Dokument akkurat mittig platziert haben.

3. Foliendicke der Laminierfolien

Laminiergerät Fellowes 3i A4 - Anleitung

Die Foliendicke wird von Herstellern auf ihren Folien immer mit Mikron (mic.) angegeben und sollte auf dein Laminiergerät abgestimmt sein.

Laminierfolien werden in verschiedenen Dicken angeboten. Neben der Festigkeit bestimmt sich anhand der Folienstärke auch der Grad des Schutzes, den die Folie dem laminierten Dokument bietet. Die Angaben sind gewöhnlich in Mikrometer bzw. Mikron (µm, oft auch als µ, Mic, Mi oder Mü bezeichnet) definiert. Sie beziehen sich auf eine „Hälfte“ der Laminierfolie. Beachte: Da sich die Folie beiseitig um das Dokument schliesst, wird die Laminierung am Ende natürlich doppelt so dick.
Ein Beispiel: Bei einer Angabe von beispielsweise „80 Mic“ beträgt die Dicke eines laminierten Dokumentes 160 Mikrometer zuzüglich der Dicke des Papiers.
Je dicker die Laminierfolien sind, desto starrer wird das Dokument natürlich. Die Wahl hängt also sehr stark vom Einsatzbereich ab: Wenn du die Folie später falten möchtest (zum Beispiel Tischaufsteller, Flyer mit Falz etc.) reicht eine Dicke von 60-80 Mikron. Das genügt auch zum Abheften von Dokumenten – so passt mehr in den Ordner hinein. Handelsübliche Laminierfolien haben eine Dicke um die 120 Mikron. Und wenn das Dokument richtig stark geschützt sein muss (zum Beispiel bei Ausweisen, Urkunden, Auszeichnungen) greifst du am besten zu Laminierungsfolien ab 175 Mikron.

4. Einseitige oder beidseitige Laminierfolien

Ja, es gibt auch einseitige Laminierfolien. Jedoch nur im Kaltlaminierungsverfahren. Hier wird das Dokument nur von einer Seite mit der schützenden Folie überzogen. Eine Heisslaminierung ist nicht möglich: denn die Folie würde sich sonst aufgrund einseitiger Hitzebestrahlung rollen und das Dokument würde beschädigt.

5. Größe der Laminierfolien

Geha Laminiergerät

Die Größe des Laminiergerätes ist entscheidend: kleinere Formate gehen später immer, größere nicht!

Natürlich spielt auch die Größe eine wichtige Rolle. Hier solltest du dir vorab Gedanken machen, welche Formate du konservieren möchtest. Zu große Laminierfolien lassen sich notfalls noch sorgfältig und sauber auf kleinere Formate beschneiden. Andersherum geht es nicht: ist das Dokument größer als die Laminierfolie, kann der nicht bedeckte Teil beschädigt oder gar zerstört werden. Formate sind mittlerweile von DINA1 bis DINA7 erhältlich – zusätzlich gibt es auch Sonderformate für zB. Postkarten.

6. Durchsichtigkeit von Laminierfolien

Laminiergeräte Tipps

Je durchsichtiger die Laminierfolien sind, desto klarer wird auch dein Laminierergebnis und die Farbtreue.

Achte auf die Durchsichtigkeit, sofern du die Möglichkeit hast, die Laminierfolien beim Kauf direkt anzuschauen. Je durchsichtiger sie sind, desto glasklarer ist die Farbwiedergabe. Folien mit schlechterer Qualität führen zu einem trüben und matten Ergebnis.

7. Veredelung von Laminierfolien

Zusätzlich können auf Wunsch noch spezielle Veredelungsarten gewählt werden. Am beliebtesten sind dabei Laminierfolien mit glänzender Oberfläche. Ähnlich wie bei der Fotoentwicklung gibt es aber auch Alternativen mit matter Oberfläche – gut geignet zum Beisiel für edle Speisekarten. Eine matte Oberfläche spiegelt nicht so stark und ist in der Regel besser lesbar.
Des weiteren gibt es auch noch Spezialfolien, welche Vorbearbeitet worden sind. Beispielsweise mit perforiertem Rand, einer gelochten Seite (zum Einhaften in Ordner) oder bereits selbstklebenden Rückseiten (zum Anbringen an Wände – zum Beispiel für Hinweisschilder)

lightbulb_outlineZusatztipp für Heisslaminierung: Eine hohe Klebefestigkeit und eine niedrige Schmelztemperatur sorgen dafür, dass weniger Energie verbraucht werden muss und ein optimales Ergebnis heraus kommt. Das sind natürlich Werte die man nicht in Zahlen ausdrücken kann und die auch kein Hersteller direkt kommuninziert. Da hilft nur Testen und Erfahrung.

Empfehlungen für Laminierfolien

Ein paar sehr gute Laminierfolien kann ich nach meinen ganzen Laminiertests empfehlen:

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Preis: 5,90 € 5,99 €
Zuletzt aktualisiert am: 22.06.2017 um 06:20 Uhr.