Kalt- oder Heißlaminieren – was ist der Unterschied?
Wenn du dir ein Laminiergerät kaufen möchtest bist du sicherlich bereits über zwei Begriffe gestolpert: Heiß- und Kaltlaminieren.
Doch was bedeuten Sie? Was ist der Unterschied zwischen Heiß- und Kaltlaminierung? Und was ist für deine Zwecke am günstigsten? Dieser Artikel hilft dir, das richtige Verfahren zu finden.
Heißlaminieren
Wie der Name schon sagt, wird beim Heißlaminieren die Laminierfolie erhitzt bevor sie durch die Rollen von dem Laminiergerät geführt wird. Und zwar auf stattliche Temperaturen zwischen 80 und 120 Grad. Dadurch entsteht eine besonders feste thermische Verbindung von dem Dokument und den Laminierfolien.
Das hat zur Folge, dass sie sich später nicht mehr trennen lassen – ohne das Dokument zu beschädigen. Somit eignet sich Heißlaminierung vorzüglich, wenn du nicht möchtest, dass Fremde im Nachhinein an den Inhalt kommen um diesen zu ändern oder zu fälschen. So zum Beispiel bei Urkunden oder wichtigen Ausweisen. Ausnahme: Es gibt in Druckereien nur wenige Digitaldruckmaschinen deren silikonhaltige Farben eine Wieder-Ablösung der Laminierung ermöglicht.

Doch in der Regel gilt: Fast jedes Heißlaminierungs-Gerät versiegelt bombenfest. Damit sind die eingeschlossenen Unterlagen auch absolut wasserdicht und sicher vor Sauerstoff sowie Luftfeuchtigkeit. Prima für Schilder und Warnzeichen im Aussenbereich, Beschilderungen von Bädern, Küchen, Poolanlagen oder ähnlichen feuchten Gebieten.
Auch wichtige Akten und Schriftstücke die du sauerstoffgeschützt aufbewahren willst, lassen sich mit Heißlaminieren am sichersten versiegeln. Zudem werden durch die hohen Temperaturen beim Laminieren Keime und Bakterien abgetötet, die sich eventuell in der Laminierfolie angesiedelt haben und zu unschönen Flecken führen oder später das eingeschlossene Dokument angreifen können.
Vorteile vom Heißlaminieren
Nachteile vom Heißlaminieren
Kaltlaminieren
Bei der Kaltlaminierung ist die Laminierungsfolie mit einem speziellen Kleber beschichtet. Hier arbeitet nicht die Temperatur sondern der Druck um beide Laminierungsfolien aneinander zu pressen. Der Kleber funktioniert dabei ungefähr wie doppelseitiges Klebeband und hält die beiden Teile der Folie zusammen und das Dokument eingeschlossen.
Kaltlamieren ist eher für nicht-permanente Versieglung gedacht. Nützlich, wenn du später die Folien wieder vom Dokument rückstandsfrei lösen möchtest. Beide Folienhälften kleben nicht so fest aneinander und garantieren daher aber auch keine 100% -igen Abschluss vor Wasser und Sauerstoff oder anderen Einflüssen von außen.
Für das Kaltlaminieren wird nicht zwingend Laminiergerät benötigt. Jedoch erhälst du mit einem Kaltlaminiergerät durch den gleichmäßigen Druck, sichtbar bessere Ergebnisse. So oder so brauchst du jedoch spezielle Kaltlaminier-Folien. Diese sind selbstklebend, werden beim Durchlauf durch das kalte Gerät durch die Rollen zusammengepresst und verkleben mit der Oberfläche des Dokumentes. Auf dieser Liste siehst du alle von mir empfohlenen Kaltlaminier-Folien.
Vorteile vom Kaltlaminieren
Nachteile vom Kaltlaminieren
Meine Kaufempfehlungen für Heiß- und Kaltlaminierung
Die folgenden Laminiergeräte beherrschen sowohl Heiß- als auch Kaltlamination und haben in meinen Praxistests beste Werte erzielt.
Fazit: Heiß- vs. Kaltlaminieren
Ich hoffe, ich konnte dir mit diesen Artikel die Unterschiede zwischen Heiß- und Kaltlaminierung etwas näher bringen. Die Heißlaminierung ist in den meisten Fällen die bessere Wahl. Denn hier werden die Dokumente richtig fest eingeschweisst und sind bei ordnungsgemäßer Anwendung 100% geschützt. Kaltlaminierung ist einzig und allein eine Alternative, wenn du hitzeempfindliche Unterlagen hast – oder welche, die du nur temporär versiegeln möchtest.





DANKE…Super erklärt….jetzt bin ich etwas schlauer…